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Otto Loewi Forschungszentrum

Forschungsschwerpunkt: Entzndungen, Autoimmunitt und Krebs

Etwa 60% der menschlichen Proteine enthalten lange Abschnitte ohne stabile Sekundr- oder Tertirstrukturen, die als intrinsisch ungeordnete Proteinregionen (IDRs) bekannt sind. Diese Regionen werden zunehmend als Schlsselregulatoren fr ein ganzes Spektrum zellulrer Prozesse anerkannt, darunter mRNA-Transkription, Spleißen, Proteintranslation, Signaltransduktion und Lokalisierung in spezifischen biomolekularen Kondensaten. Darber hinaus sind IDRs in Risikogenen angereichert, die mit komplexen Krankheiten in Verbindung gebracht werden, einschließlich neurologischer Entwicklungsstörungen und Krebs (). Um ihre Funktionen auszufhren, gehen IDRs intra- und intermolekulare Wechselwirkungen ein, die in der Regel transient und hochdynamisch sind und können ihre Grenzflchen je nach Bindungspartner anpassen ().

Unsere Forschung zielt darauf ab, das Verstndnis der molekularen Erkennung in den dynamischen Bereichen des Proteoms und Transkriptoms zu vertiefen. Durch die Kombination von computergesttzter Strukturbiologie, modernsten KI-Modellen, Bioinformatik und Protein-NMR-Spektroskopie versuchen wir, abstimmbare biomolekulare Interaktionen zu verstehen, vorherzusagen und zu designen, die fr Gesundheit und Krankheitspathologie entscheidend sind. Gemeinsam mit unseren Kooperationspartner*innen fhren wir Forschungsarbeiten durch, die von der Grundlagenforschung ber die Entdeckung von Arzneimitteln und die Interpretation von Krankheitsvarianten bis hin zum Protein-Engineering reichen.

Netzwerk: Neben der Zusammenarbeit innerhalb des Otto-Loewi-Forschungszentrums und der Â鶹ƵµÀn Universitt Graz arbeiten wir mit Forscher*innen aus der ganzen Welt zusammen. Zu unseren Kooperationspartner*innen gehören (Helmholtz Munich), (SickKids Toronto), (University of Toronto), (TU Wien), (Charles University) und (Durham University).

Lehrstuhl fr Molekularbiologie und Biochemie

Ass.-Prof.
Iva PritiÅ¡anac, PhD
T: +43 316 385 71946

Team

Mitarbeiter*innen

Einzelne Proteine können ein Spektrum an intrinsischer struktureller Unordnung aufweisen (links). Im menschlichen Proteom enthalten ber 60% der Proteine mindestens eine intrinsisch ungeordnete Region (Mitte). Ungeordnete Regionen können entweder als Termini auftreten, die strukturierte Domnen flankieren, oder als Verbindungsglieder zwischen strukturierten Domnen (rechts). Ein kleiner Prozentsatz (~5%) des menschlichen Proteoms sind vollstndig ungeordnete Proteine.