Otto Loewi studierte Medizin in Mnchen und Straßburg. Im Jahre 1909 wurde er auf den Pharmakologischen Lehrstuhl der Universitt Graz berufen, wo er bis 1938 unterrichtete. In den Jahren 1912/13 war er gewhlter Dekan der Â鶹ƵµÀn Fakultt der Universitt Graz. Otto Loewi wies nach, dass die Reizbertragung einer Nervenzelle auf das Erfolgsorgan nicht elektrisch, sondern durch die Freisetzung von chemischen Stoffen erfolgt. Er entdeckte, dass durch Reizung des Nervus vagus ein chemischer Wirkstoff entsteht, der das Herz in seiner Ttigkeit beeintrchtigt und durch Reizung des nervus sympathicus ber einen chemischen Vermittler eine Beschleunigung des Herzschlags erfolgt. Er fand auch die Erklrung der Wirkung des Physostigmins, eines Alkaloids, das eine Verlngerung des Vagusreizes verursacht. Fr diese Forschungen erhielt Otto Loewi gemeinsam mit Henry H. Dale 1936 den Nobelpreis fr Medizin, da sie etwas zur damaligen Zeit völlig Unvorstellbares nachgewiesen hatten und damit einen grundlegend neuen Zweig der Medizin begrndeten – die Neurowissenschaften.